Rüdiger Rossig | Journalist | Novinar

Flüchtlinge in Bosnien: Allein auf sich gestellt

Die Behörden von Bosnien und Herzegowina haben keine Lösung für tausende Migranten, die an der Grenzen des Balkanlands zum EU-Nachbarstaat Kroatien festsitzen. Mittlerweile müssen viele unter freiem Himmel schlafen. | Von Rüdiger Rossig

Wie viele Migranten sich derzeit in dem am südöstlichen Rande der EU gelegenen Balkanstaat Bosnien und Herzegowina aufhalten, ist nicht bekannt. Nicht zu übersehen ist, dass es tausende sind. Und: dass viele von ihnen krank sind. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die angestaute Wut der lokalen Bevölkerung eskaliert. Einer Bevölkerung, die sich mit dieser Situation allein gelassenen gefühlt.

Die Aufnahmekapazitäten der Notunterkünfte Bosniens sind nicht nur erschöpft. Am 15. November laufen zudem die Verträge für die beiden größten Flüchtlingsheime Bira und Miral aus, die die Internationale Organisation für Migration IOM bisher in den westbosnischen Städten Bihać und Velika Kladuša betreibt. Kurz vor Ende des Herbstes mussten rund 2.000 Migranten ihre bisherigen Unterkünfte verlassen. Mehr ...

Punk und New Wave in Jugoslawien

Jugoslawien ist ein untergegangener sozialistischer Staat. Die Subkulturen, die sich in Jugoslawien entfalten konnten, haben Spuren hinterlassen. Wer an Wave und Punk interessiert ist, kann heute noch Bands entdecken, die einen sehr eigenen künstlerischen Ausdruck entwickelt haben. Über Subkulturen in Jugoslawien und was mit ihnen im Zuge der jugoslawischen Zerfallskriege passierte - darüber sprachen wir mit Rüdiger Rossig.

Rüdiger Rossig ist Leiter des Bereichs Bosnisch, Kroatisch, Serbisch der Deutschen Welle. Von 1995 bis 1998 war er Mitarbeiter von UNO und OSZE in Zagreb und Sarajevo. Wir fragten ihn zunächst nach seinem ursprünglichen Zugang zu den Subkulturen Jugoslawiens.

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